04.11.2009: Leise rieselt der Schnee
Oldenburg - EWE Arena
Als ich morgens in Kiel aus dem Fenster gucke, schneit es! Unglaublich! Gestern war das Wetter in Kiel auch schon ganz schön oll gewesen: Eiskalter, dicht fallender Sprühregen – bäh! Aber jetzt fallen richtig dicke Flocken vom Himmel! Sie bleiben zwar nicht liegen, aber spätestens jetzt ist klar: Der Winter ist im Anmarsch. Als Entschädigung ist das Frühstücksbüffet im Hotel heute besonders lecker!
Um 12 Uhr fahren wir los. Bis hinter Hamburg ist alles fein und als wir am schönen Hafen vorbei fahren, lugt sogar die Sonne hinter den Wolken hervor. Aber nach Bremen wird’s dann blöd. Die Autobahn A1 wird zwischen Hamburg und Bremen gerade komplett saniert und auf drei Spuren ausgebaut. Und zwar nicht sukzessive, sondern in einem Wusch, so dass hier eine Baustelle von unglaublichren 72 km entstanden ist! Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das jetzt eine gute Idee ist oder nicht. Vielleicht ist es wirklich besser, einmal in einem Schwung die ganze Strecke zu machen, als Jahrzehntelang immer wieder kleinere Baustellen zu haben? Heute haben wir aber erst mal mit der Baustelle zu kämpfen, denn irgendwo ist ein LKW liegengeblieben, so dass die Fahrbahn wirklich nur noch einspurig ist. Das gibt natürlich einen amtlichen Stau. Als wir den liegengebliebenen LKW endlich erreichen, ist klar, warum es hier nur so langsam weitergeht: Zwischen dem eingeklappten Spiegel des LKW und unserem Außenspiegel ist kaum mehr als eine Handbreit Luft.
Als es endlich weiter geht erwischt uns dann auch noch ein Platzregen, der unseren Fahrer Andy dazu zwingt, den Fuß wieder vom Gas zu nehmen. Das Ergebnis ist, dass wir erst ziemlich spät in Oldenburg ankommen. Praktischerweise liegt das Hotel aber direkt neben der Halle, so dass jeder von uns frei entscheiden kann, ob er noch eine halbe Stunde im Hotel bleiben will oder schon gleich zur Halle rüber geht. Das Hotel ist ein richtig konsequentes 70-er-Jahre-Haus, mit allem, was dazu gehört: Schwere, dunkle Eichenmöbel, großgemusterte dunkle Teppiche, Ölbilder von Segelschiffen in schweren Goldrahmen, eine Pendeluhr, Komponisten-Büsten und allem möglichen anderen „Schnick-Schnack“ der ganz massiv an vergangene Zeiten erinnert. Mich erinnert das Hotel auch ganz massiv an vergangene Zeiten, denn vor fast 20 Jahren war ich schon einmal hier und ich erinnere mich sehr gerne an einen extrem netten Abend, den ich hier erlebt habe…
Die EWE-Halle ist recht neu und ganz hübsch. Die Halle ist eigentlich eine Sporthalle, was man an vielen Punkten sehr deutlich sieht – aber sie ist baulich ganz interessant, weil rund und irgendwie hübsch.
Die heutige Show ist dann wieder etwas ruhiger. Das Publikum ist – vor allem im Vergleich zu Kiel – doch eher verhalten und auf der Bühne wird sehr „konzentriert“ gespielt.
Einen wunderbaren neuen Gag, den Peter einbaut, bekommt auf der Bühne leider keiner mit.
Die Lautsprecher, die den Zuschauerraum beschallen, zeigen ja von der Bühne weg und diese moderne PA-Systeme sind auch so ausgelegt, dass sie so gut wie gar nicht „streuen“ – der Sound geht also in eine ganz gezielte Richtung. Dadurch ist auf der Bühne erstmal fast nichts zu hören. Deswegen gibt es die sogenannten Monitore: Kleinere Boxen, die auf der Bühne stehen und die Bühne beschallen. Jeder der Akteure hat seinen eigenen Monitor auf den er sich auch seinen eigenen „Mix“ legen lassen kann. Bei Konzerten wird das noch deutlicher, warum das so wichtig ist: Es ist zum Beispiel unerlässlich, dass der Schlagzeuger ganz genau hören kann, was der Bassist spielt, denn diese beiden Instrumente bilden zusammen die Rhythmus-Gruppe und müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, damit sich die anderen Musiker an ihnen orientieren können.
Auch bei unseren Schauspielern sind diese Monitore sehr wichtig: Wenn zum Beispiel Oliver in der Telefonzelle steht, muss er hören können, wann Peter mit dem Wählen fertig ist, damit er dann erst anfängt zu telefonieren. Lange Rede, kurzer Sinn: Vermutlich haben Jens, Oliver und Andreas doch noch ein bisschen zu wenig Geräusche-Sound auf ihren Monitoren liegen und können daher gar nicht auf den wunderbaren neuen Gag von Peter reagieren. Schade. Aber vielleicht wird das ja morgen was werden. Das Publikum freut sich jedenfalls schon mal über diese Aktion!
Nach der Show sehen wir zu, dass wir alle möglichst schnell ins Hotel und ins Bett kommen. Morgen in Köln wird die größte Show der Tour statt finden – außerdem werden alle viele Gäste haben. Das wird also ein anstrengender Tag werden. Also lieber schon mal auf Vorrat schlafen.
Gute Nacht!
Corinna.
Um 12 Uhr fahren wir los. Bis hinter Hamburg ist alles fein und als wir am schönen Hafen vorbei fahren, lugt sogar die Sonne hinter den Wolken hervor. Aber nach Bremen wird’s dann blöd. Die Autobahn A1 wird zwischen Hamburg und Bremen gerade komplett saniert und auf drei Spuren ausgebaut. Und zwar nicht sukzessive, sondern in einem Wusch, so dass hier eine Baustelle von unglaublichren 72 km entstanden ist! Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das jetzt eine gute Idee ist oder nicht. Vielleicht ist es wirklich besser, einmal in einem Schwung die ganze Strecke zu machen, als Jahrzehntelang immer wieder kleinere Baustellen zu haben? Heute haben wir aber erst mal mit der Baustelle zu kämpfen, denn irgendwo ist ein LKW liegengeblieben, so dass die Fahrbahn wirklich nur noch einspurig ist. Das gibt natürlich einen amtlichen Stau. Als wir den liegengebliebenen LKW endlich erreichen, ist klar, warum es hier nur so langsam weitergeht: Zwischen dem eingeklappten Spiegel des LKW und unserem Außenspiegel ist kaum mehr als eine Handbreit Luft.
Als es endlich weiter geht erwischt uns dann auch noch ein Platzregen, der unseren Fahrer Andy dazu zwingt, den Fuß wieder vom Gas zu nehmen. Das Ergebnis ist, dass wir erst ziemlich spät in Oldenburg ankommen. Praktischerweise liegt das Hotel aber direkt neben der Halle, so dass jeder von uns frei entscheiden kann, ob er noch eine halbe Stunde im Hotel bleiben will oder schon gleich zur Halle rüber geht. Das Hotel ist ein richtig konsequentes 70-er-Jahre-Haus, mit allem, was dazu gehört: Schwere, dunkle Eichenmöbel, großgemusterte dunkle Teppiche, Ölbilder von Segelschiffen in schweren Goldrahmen, eine Pendeluhr, Komponisten-Büsten und allem möglichen anderen „Schnick-Schnack“ der ganz massiv an vergangene Zeiten erinnert. Mich erinnert das Hotel auch ganz massiv an vergangene Zeiten, denn vor fast 20 Jahren war ich schon einmal hier und ich erinnere mich sehr gerne an einen extrem netten Abend, den ich hier erlebt habe…
Die EWE-Halle ist recht neu und ganz hübsch. Die Halle ist eigentlich eine Sporthalle, was man an vielen Punkten sehr deutlich sieht – aber sie ist baulich ganz interessant, weil rund und irgendwie hübsch.
Die heutige Show ist dann wieder etwas ruhiger. Das Publikum ist – vor allem im Vergleich zu Kiel – doch eher verhalten und auf der Bühne wird sehr „konzentriert“ gespielt.
Einen wunderbaren neuen Gag, den Peter einbaut, bekommt auf der Bühne leider keiner mit.
Die Lautsprecher, die den Zuschauerraum beschallen, zeigen ja von der Bühne weg und diese moderne PA-Systeme sind auch so ausgelegt, dass sie so gut wie gar nicht „streuen“ – der Sound geht also in eine ganz gezielte Richtung. Dadurch ist auf der Bühne erstmal fast nichts zu hören. Deswegen gibt es die sogenannten Monitore: Kleinere Boxen, die auf der Bühne stehen und die Bühne beschallen. Jeder der Akteure hat seinen eigenen Monitor auf den er sich auch seinen eigenen „Mix“ legen lassen kann. Bei Konzerten wird das noch deutlicher, warum das so wichtig ist: Es ist zum Beispiel unerlässlich, dass der Schlagzeuger ganz genau hören kann, was der Bassist spielt, denn diese beiden Instrumente bilden zusammen die Rhythmus-Gruppe und müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, damit sich die anderen Musiker an ihnen orientieren können.
Auch bei unseren Schauspielern sind diese Monitore sehr wichtig: Wenn zum Beispiel Oliver in der Telefonzelle steht, muss er hören können, wann Peter mit dem Wählen fertig ist, damit er dann erst anfängt zu telefonieren. Lange Rede, kurzer Sinn: Vermutlich haben Jens, Oliver und Andreas doch noch ein bisschen zu wenig Geräusche-Sound auf ihren Monitoren liegen und können daher gar nicht auf den wunderbaren neuen Gag von Peter reagieren. Schade. Aber vielleicht wird das ja morgen was werden. Das Publikum freut sich jedenfalls schon mal über diese Aktion!
Nach der Show sehen wir zu, dass wir alle möglichst schnell ins Hotel und ins Bett kommen. Morgen in Köln wird die größte Show der Tour statt finden – außerdem werden alle viele Gäste haben. Das wird also ein anstrengender Tag werden. Also lieber schon mal auf Vorrat schlafen.
Gute Nacht!
Corinna.