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08.11.2009: Mannheim - Hea, heere mol heer, hea

Mannheim - SAP-Arena

Alla, jetzt schwätze de Drei ??? den Mannhämer e Ohr weg un widder dra...

Wir sind ja gestern Abend schon von Frankfurt nach Mannheim gefahren, daher gibt es heute auch keine 12-Uhr-Abfahrtszeit, sondern wir werden uns erst um 16 Uhr auf den Weg zur SAP-Arena machen. Das bedeutet, dass man – wenn man will – mal so richtig ausschlafen kann. Und das tun die meisten von uns dann auch. Auch das Frühstück lockt kaum einen aus den Federn. Stattdessen treffe ich mich gegen Mittag mit Nina und wir gehen zusammen in Richtung Bahnhof. Ich brauche noch eine Platzreservierung, denn an den beiden freien Tagen, die wir morgen und übermorgen haben, werde ich nicht in Mannheim bleiben (können), sondern muss nach Hamburg und Berlin fahren. Und bei so einer langen Strecke und so viel Gepäck, das ich dabei habe, ist eine Reservierung dann doch eine gute Idee.

Außerdem wollen Nina und ich etwas zu Mittag essen. Da Sonntag ist, ist Mannheim ziemlich ausgestorben, aber im Bahnhof finden wir ein nettes, gutbürgerliches Restaurant und essen lecker zu Mittag. Beim anschließenden Kaffeetrinken – auch im Bahnhof – treffen wir dann Oliver. Auch er hat das Frühstück geschwänzt und sich stattdessen gerade einen Döner gegönnt.

Um 16 Uhr fahren wir die kurze Strecke rüber zur SAP-Arena. Das Gelände um die Arena herum ist beeindruckend groß und imposant. Schon die Parkplätze sind den unterschiedlichen Zuschauerblocks zugeordnet und alles wirkt extrem groß und gut organisiert. Die SAP-Arena ist auch eine der größten Hallen, in der wir auf der Tour spielen. Auch im Backstagebereich ist alles riesig. Die Garderoben von Oliver, Jens und Andreas und die von Luise und Cornelia liegen absurderweise im Bereich des Loading Docks – also dort, wo die LKW direkt in die Halle rein fahren können. Das ist schon etwas merkwürdig, weil man vor den Garderoben aus sozusagen direkt in der Garage landet. Aber die Räume sind recht schön und gut eingerichtet.

Wir haben heute jede Menge Gäste – fast jeder scheint hat in oder in der Nähe von Mannheim Verwandte und Bekannte zu haben. Teilweise liegt das aber auch daran, dass Frankfurt so schnell ausverkauft war. Viele Gäste wären eigentlich lieber nach Frankfurt gekommen, aber: Wenn voll ist, ist voll – da kann man einfach nichts machen. Also stattdessen Mannheim. Da ist es natürlich gut, dass der Backstagebereich so großzügig ist und sich nicht ständig alle auf die Füße treten.

Die Show ist sehr gut – das Publikum ist noch besser. In einer so großen Halle ist es ganz lustig: Man hat das Gefühl, dass die Reaktion des Publikums teilweise schon fast zeitversetzt erfolgt. Gleichzeitig fällt mir aber auch auf, dass es während der Show mehrmals passiert, dass die ersten Leute schon vor dem eigentlichen Gag kichern oder lachen. Offensichtlich sind hier einige im Publikum, die die Show nicht zum ersten Mal sehen.

Sascha hat heute einen kleinen Mannheim-spezifischen Gag mit eingebaut. Die Holzvertäfelung im Uhrenzimmer ist ja quadratisch – „So, wie der berühmte Stadtplan von Mannheim!“ sagt er heute. Die Reaktion darauf ist erstaunlich verhalten. Und das wiederum lässt darauf schließen, dass ein Großteil des Publikums gar nicht aus Mannheim kommt, sondern von-wer-weiß-wo angereist ist. Schade, dass man das nicht etwas genauer herausfinden kann. Bei der „Master of Chess“-Tour hatte es auch so eine Show gegeben: Wir hatten in Mülheim-Kärlich gespielt. Und weil das eine so kleine Stadt ist, hatten wir uns auch gefragt, wo die 1.500 Leute, die bei der Show waren, eigentlich her kamen. Damals war ich vor der Show auf die Bühne gegangen und hatte einfach mal gefragt, wer von den Anwesenden mehr als eine Stunde unterwegs gewesen war. Das Ergebnis waren unglaubliche ¾ des Publikums gewesen! Ob das heute auch wieder so ist?

Nach der Show sitzen wir dann noch eine Weile mit unseren Gästen im Catering. Andreas Schwester ist auch hier und wir alle sind verblüfft, wie unglaublich ähnlich sich die beiden sehen! Auch ich habe heute Besuch hier: Meine Ex-Lieblings-Nachbarin Steffi und ihr Freund Ebi sind heute hier. Ex-Lieblings-Nachbarin deswegen, weil sie vor einigen Wochen der Liebe wegen von Hamburg nach Oggersheim gezogen ist! Jetzt freue ich mich, sie hier in ihrer neuen Heimat wieder zu sehen. Also lade ich sie ein, doch noch mit an die Hotelbar zu kommen, wo wir dann noch in Ruhe ein bisschen Zeit zum quatschen haben.

Fröhliche Grüße!
Corinna.

08.11.2009: Mannheim - Hea, heere mol heer, hea

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