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11.11.2009: Nix Alaaf oder Helau

Freiburg - Rothaus-Arena

Der letzte Teil der Tour beginnt im schönen Freiburg...

Das sind wir wieder!

Na ja… fast…
Nach den beiden Off Days (freien Tagen) dauert es eine Weile, bis wir uns alle wieder zusammen gesammelt haben. Die meisten sind schon in Mannheim geblieben und haben sich dort die Zeit vertrieben, haben das laufende Filmfest besucht oder geschoppt, sich mit Freunden getroffen oder Wäsche gewaschen oder haben einfach mal nix getan.

Ich selbst fahre am Montag von Mannheim aus zu einer Familienfeier nach Hamburg. Am Dienstag fahre ich dann zusammen mit der Band, die immer noch bei mir wohnt, nach Berlin. Die Steve Skaith Band spielt dort an dem Abend ein Konzert und da es für mich vermutlich die einzige Gelegenheit sein wird, eines der Konzerte zu sehen, fahre ich mit. Es ist ein komisches Gefühl, mitten in einer laufenden Tour plötzlich in einem anderen Tourbus zu sitzen…

Am Mittwochmorgen treffe ich mich dann mit Oliver auf dem Berliner Hauptbahnhof. Er war für die zwei Tage auch zurück nach Berlin gefahren. Wir haben uns einen Zug ausgesucht, der ohne Umsteigen in gut sechs Stunden bis nach Freiburg fährt. Mit dabei ist auch noch Johanna, eine Mitarbeiterin der Lauscherlounge, die bis zum Ende der Tour dabei bleiben wird und am Merchandise helfen wird. Johanna ist eigentlich noch Studentin und muss in wenigen Tagen ihre Magisterarbeit abgeben. Sie versucht, die Zugfahrt dazu zu nutzen, ein paar Seiten weiter zu schreiben. Ich versuche immer wieder ins Internet zu kommen, was trotz Plätzen im Handy-Empfangs-Abteil nicht einfach ist. Und Oliver verbringt die Zugfahrt damit, sein Adressbuch zu aktualisieren und die Daten zwischen Laptop und Handy zu synchronisieren.

Den Karnevalsbeginn am 11.11. um 11:11 Uhr verpassen wir – was aber auch kein Wunder ist, wenn man aus Berlin und Hamburg kommt.

Gegen 15 Uhr kommen wir in Freiburg an und fahren mit einem Taxi direkt in die Halle, denn Olaf, einer unserer Trucker, hat Oliver und mir versprochen, dass wir heute mal eine Runde mit seiner Zugmaschine drehen dürfen! Wir beide wollten schon immer mal wissen, wie es sich anfühlt, so eine 480 PS-Maschine zu bewegen und da die Freiburger Rothhaus Arena eigentlich eine Messehalle ist und um das Gebäude herum riesige Parkplätze sind, ist hier die passende Gelegenheit. Wir bringen also kurz unsere Sachen in die Garderobe und klettern zu Olaf ins Führerhaus. Er fährt mit uns auf den Parkplatz und dann tauschen wir die Plätze. Zuerst darf Oliver ran, dann ich. Und das ist schon ein cooles Gefühl. Man merkt total, wie viel Power die Maschine hat. Ein vorsichtiger Tritt aufs Gaspedal reicht um den Motor aufheulen zu lassen. Die Bremse ist mindestens so effektiv und Olaf warnt uns, dass wir bloß keine Vollbremsung machen dürfen. Wir sind nur mit der Zugmaschine unterwegs, daher ist das Gefährt relativ leicht. Selbst bei geringem Tempo würden wir bei einer Vollbremsung glatt durch die Scheiben fliegen. Auf dem Parkplatz gibt es mehrere Rinnen, in denen das Regenwasser abgeleitet wird. Auch hier muss man aufpassen, dass man da nicht mit zu viel Schwung durchfährt, denn der LKW liegt relativ tief und würde schnell aufsitzen.

Die ganze Aktion macht jedenfalls total viel Spaß! Super, dass man hier mal die Gelegenheit hat, so etwas auszuprobieren!!

Vor der Show treffe ich mich dann noch mit Joma, unserer Forums-Administratorin, die hier in der Gegend wohnt und mit großer Entourage und einem ganzen Berg voll Geschenken angerückt ist. Heute gibt es selbstgebackenen Kirschkuchen für alle!!! Auch Hawkeye ist hier. Er war früher bei uns im Forum als Administrator aktiv. Inzwischen ist er das nicht mehr, aber während er für uns gearbeitet hat, haben wir nie die Chance gehabt, uns kennen zu lernen. Sehr schön, dass wir das jetzt mal nachholen können. Leider bleibt für solche Treffen immer nur sehr wenig Zeit, weil es doch immer eine Menge zu tun gibt. Auch ein kurzes Hallo-sagen mit Oliver, Jens oder Andreas ist meistens nicht möglich. Diese Tournee ist nicht nur viel größer als „Master of Chess“, sondern in vielen Punkten auch viel straffer organisiert. Das muss auch so sein, denn hier müssen über 50 Leute unter einen Hut gebracht werden. Und das funktioniert nur, wenn alle sich an den vorgegebenen Plan halten. Auch mit der Security in den großen Hallen ist das so eine Sache: Da kann man nicht mal eben ein paar Leute „mit nach hinten“ nehmen, denn dann könnte das ja jeder machen und schon hat man das Chaos. Es gibt Situationen, in denen das ein bisschen blöd oder schade ist, aber das hat schon alles seine Richtigkeit so!

Die erste Hälfte der Show ist relativ ruhig. Der Zuschauerraum in der Freiburger Rothhaus Arena ist sehr breit und vollkommen flach. Von der Bühne aus betrachtet sieht das Publikum wie eine riesige Fläche aus. Hier scheint es am Anfang etwas schwieriger zu sein, den „Funken überspringen“ zu lassen. Das passiert eigentlich erst so richtig in der zweiten Hälfte, als es auf der Bühne ein paar wunderbare Aussteiger gibt. Oliver und Andreas müssen bei der Rätsel-Szene („Mein Ratschlag, nimm Dir das Buch vor.“) so sehr lachen, dass Jens schließlich darauf besteht, mit Oliver den Platz zu tauschen. Wie früher in der Schule müssen die beiden auseinander gesetzt werden, bevor es weiter gehen kann.

Ich gucke mir die zweite Hälfte der Show vom Videoregieplatz aus an und zu dritt haben wir dort unseren Spaß. Aber auch „ohne die Show“ scheinen die beiden Jungs – Markus und Michael – mit den Kameraleuten ihren Spaß zu haben: „Kamera 3: Stand-by für Prügel!“ lautet die Ansage, als Kamera 3 ein bisschen zu spät das richtige Bild liefert!

Nach der Show verlassen wir die Rothhaus Arena dann wieder gewohnt schnell. Die Crew muss einfach sofort abbauen – vor allem heute, denn von Freiburg nach Nürnberg (wo wir morgen spielen werden) ist es die zweitweiteste Strecke der Tour. Und da wird es in der Halle einfach sehr schnell ungemütlich. Also machen wir die Biege.

Unser Bus wird heute Nacht direkt vor unserem Hotel stehen bleiben können. Das ist die Gelegenheit auch mal einen Abend mit Andy, unserem Busfahrer zusammen zu sitzen. Im Buskühlschrank gibt es noch ein paar gekühlte Getränke und so sitzen wir dann noch eine Weile zusammen und klönen. Sehr gemütlich!

Bis morgen!
Corinna.

11.11.2009: Nix Alaaf oder Helau

Freiburg - Rothaus-Arena

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