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Pfingsten 2010

19.06.2010

Pfingsten 2010 – aus der Hauptstadt in die Main-Metropole

Fernweh – wer kennt das nicht: Einfach mal etwas Neues sehen, neue Leute kennenlernen, andere Städte besuchen, sich ein schönes Wochenende machen. Dies dachte sich auch unser Pummlechen1972 und beschloss kurzfristig bei Zeit mal gen Süden aufzubrechen und sich im Frankfurter Raum umzuschauen und dabei gleich Kelly, Samantha und Nica aus unserer Community zu treffen.

Ein Termin war auch schnell gefunden: Pfingsten. Und es hätte auch kein Wochenende früher oder später sein dürfen, denn es war wettertechnisch das schönste Wochenende des sonst leider sehr verregneten Wonnemonats Mai.
Leider konnte sich Sam jedoch an diesem Wochenende unserer kleinen Gruppe nun doch nicht anschließen.

Daher waren wir bloß zu dritt, als wir uns am Samstagvormittag in der Frankfurter Innenstadt trafen. Und wir begannen prompt mit einen kleinen Sightseeing-Tour zur Einführung:
Zuerst ging hoch auf das Dach einer Ladengalerie, um erst mal die Stadt von oben zu betrachten. Einige Fotos wurden geknipst, das Panorama bewundert und dann ging es auch schon wieder hinunter, denn wir hatten noch einiges vor…
Und dann marschierten wir los… Kelly und ich zauselten Pummelchen (in unserer Region auch liebevoll „‘s Mobbelsche“ genannt) durch die ganze City: Beginnend von der Hauptwache ging es zuerst zur Börse, dann weiter über die „Fressgass“ zur Alten Oper und durchs Bankenviertel zum Rossmarkt. Von dort zu Goethes Geburtshaus, über den Liebfrauenberg und die Neue Kräme, vorbei am Maggi-Kochstudio — das unser Mobbelsche schon aus dem Tour-Buch von „Master Of Chess – Live & On The Road“ kennt, die in selbigem abgebildete Nutelleria, gleich daneben, wurde jedoch inzwischen leider geschlossen. Aber dafür ging es weiter zur Paulskirche, für die wir uns dann doch wenigstens so viel Zeit nahmen, sie auch mal von innen zu besichtigen.
Das war schon einiges, doch wir waren noch lange nicht durch mit unserer Tour: Weiter ging es zum Römerberg, einmal den Balkon unseres Rathauses fotografiert, den unser Fußballfreund natürlich schon aus dem Fernsehen kennt, denn von dort begrüßen die Nationalmannschaften (die der Männer, wie auch die der Frauen) für gewöhnlich die begeisterten Fans, sobald sie von einem der großen Turniere heimkehren. Anschließend spazierten wir gemütlich über den Main, genauer gesagt über den Eisernen Steg, nach „Drippdebach“ (= „drüben von dem Bach“, gemeint ist natürlich der Main). ;-)
Dort mussten wir dann doch erst einmal pausieren und tranken eine Kleinigkeit an Deck eines der Bootsrestaurants. So saßen wir gemütlich im Schatten, hatten einen tollen Blick auf die Skyline und konnten ausführlich quatschen.
Irgendwann packte es uns aber doch und wir brachen wieder auf. Diesmal in Richtung Dom. Dort schauten wir uns einige mittelalterliche Ausgrabungen an. Auf den Dom-Turm zu krakseln haben wir uns dann aber doch verkniffen, denn eine schöne Aussicht hatten wir ja schon auf der Zeilgalerie und wie Heidi dort oben steht und versucht die Alpen zu sehen, konnten wir uns auch von unten vorstellen.
Nun wanderten wir weiter durch Frankfurts Straßen, vorbei an Resten der alten Stadtmauer, bis zur Konstablerwache und von dort über die Zeil zurück zur Hauptwache… Das war eine ganz schöne Strecke. Klar, dass wir da Hunger hatten. Also sind wir dann gleich wieder zur Fressgass‘ getingelt, ums Mobbelsche in die traditionelle Frankfurter Küche einzuweisen. Ich hoffe es hat geschmeckt…
Und dort saßen wir nun nach den Essen, unterhielten uns, schauten dem geschäftigen Treiben zu und schmunzelten über den offensichtlich völlig überforderten Kellner. Bloß – müde waren wir seltsamerweise noch nicht. Und heim fahren, bzw. in Mobbelsches Fall ins Hotel, wollten wir alle drei noch nicht. Also beschlossen wir noch etwas Sonne zu tanken und „Blacky“ zu besuchen…
Wir fuhren also in den Palmengarten. Schlenderten gemütlich durch den Park, bewunderten alle möglichen exotischen Pflanzten – Orchideen, Ölpalmen, Kakaobäume uvm. – und suchten letztlich in den Tropenhäusern nach dem Beo, der dort jahrelang gelebt hat. Wir gerieten in den Tropenhäusern von einer Wüste in die andere, in Regenwälder, Kakteengärten usw., dabei war eine Klimazone anstrengender als die nächste – aber kein „Blacky“, weit und breit… Schade! Leider haben wir auch niemanden getroffen, der uns hätte sagen können, was aus dem Tier geworden ist. Dafür haben wir andere Tiere zu Gesicht bekommen: viele Fische, Enten mit Jungtieren und sogar Schildkröten, die zu Dutzenden in der Sonne gelegen haben. ;-)
Ach Apropo Sonne: Die Hängematte (siehe Foto) hatte es uns besonders angetan. Erinnerte uns irgendwie an den Chat… ;-)
Und so ging der 1. Tag langsam zu Ende. Wir waren dann doch sehr müde, hatten alle drei einen mehr oder weniger starken Sonnenbrand, aber auch einen sehr schönen Tag hinter uns! Dennoch haben wir alle drei am Abend der Community noch einen Besuch abgestattet und im Chat schon mal einen ersten Bericht erstattet. ?

Ja, der Sonntag war dann eher ein ruhiger Tag. Da ich noch andere Termine hatte, trafen wir uns erst am späten Nachmittag. Bis dahin war ‘s Mobbelsche schon alleine auf Tour gegangen: Er schaute sich das Commerzbank-Stadion an, besuchte den DFB und schaute auch mal am Hauptbahnhof und beim hessischen Rundfunk vorbei.
Wieder zu Dritt ging es dann später in die Frankfurter Umgebung. Wir entschieden uns diesmal für einen kleinen Bummel durch ein kleines hübsches Kur-Örtchen. Hier fiel dann erstmals deutlich auf, dass Mobbelsche in Berlin keinerlei Berge, Hügel oder selbst nur leichte Anhöhen gewöhnt ist. Denn was für uns höchstens ein leichter Anstieg war, war für Mobbelsche schon ein Berg. *lol* Tja, Berlin ist offenbar absolutes Flachland, Frankfurt dagegen ist nun mal nach allen Seiten von Gebirgen umgeben… Aber er schaffte es schließlich doch bis „oben“ und wir ließen uns schließlich in einem netten Bistro nieder, das direkt an der Nidda gelegen war. Dort entspannten wir uns, tankten noch etwas Sonne und machten uns einen schönen Nachmittag.
Am Abend wollten wir ursprünglich zum Wäldchestag, einem traditionellen Frankfurter Volksfest, das bis ins 19. Jahrhundert zurück geht. Allerdings waren wir dann doch so müde, dass wir uns entschlossen, dies nicht mehr zu tun. Bloß um nochmal im Chat vorbei zu schauen, waren wir dann doch nicht müde genug. Wir können es halt einfach nicht lassen. ;-)

Dennoch waren wir am Montag dann wieder recht ausgeruht und so machten wir uns auf den Weg zum Zoo. Wieder brannte die Sonne vom Himmel, aber diesmal waren wir mit Sonnencreme und Getränken wesentlich besser ausgerüstet, als noch am Samstag. Man lernt ja schließlich dazu. ;-)
Und gleich am ersten Gehege, bei den Malaienbären und den Lippenbären, hatten wir herzlich viel zum schmunzeln, da die Bären einfach zu schön für die Kameras posierten. Jedoch machte den Tieren das Wetter ebenfalls sichtlich zu schaffen. Kein Wunder bei so viel Fell…
Die Raubkatzen dagegen ließen sich erst gar nicht blicken. Nur hier und da sah man einen wedelnden Schwanz aus einer Höhle oder aus dem hohen Gras aufragen. Lediglich einer der Löwen war zu sehen, wie er auf dem Rücken alle Viere von sich gestreckt, träge im Gras lag. Ein Bild für die Götter! Erinnerte den einen oder anderen von uns deutlich an die Katze daheim. ;-)
Dagegen gar nicht träge, sondern höchst lebhaft zeigten sich die Affen. Sie hatten ganz offensichtlich viel Spaß und unterhielten so fleißig die Besucher.
Und so spazierten wir weiter. Schauten uns das Nachttierhaus und das Exotarium an, bestaunten die vielen liebevoll neu gestalteten Gehege und ihre Bewohner, pausierten auch mal bei frischen Waffeln und hatten enorm viel Spaß.
Viele Tiere posierten brav für unsere Kamera. Lediglich die Robben waren meist viel zu schnell, als, dass wir sie vor die Linse bekommen hätten. Dafür haben sie viel Faxen mit den großen und kleinen Besuchern gemacht. Aber sie hatten ja auch beste Möglichkeiten sich abzukühlen und brauchten nicht träge in der Sonne zu liegen. ;-)
Ein kleines „Oh“ und „Ah“ gab es noch für den Nachwuchs der Giraffen gegen Ende unserer Tour.
Alles in allem ein gelungener Ausflug.

Und nicht nur dieser Tag war rundherum gelungen, sondern auch das Wochenende im Ganzen war sehr schön. Wir haben uns super verstanden und hatten viel Spaß. Mobbelsches anschließende Rückfahrt nach Berlin verlief übrigens auch zügig und ohne weitere Komplikationen.
Fazit: Gerne wieder! Nächstes Mal natürlich dann auch mit Sam. ?

Bericht von Nica/Fotos von Pummelchen1972 & Kelly

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