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Tour 2009: Interview mit Corinna Wodrich

Um Euch die Wartezeit bis zur „Die drei ???“ – Tour im Herbst ein wenig zu versüßen, kommt hier ein Interview mit Corinna, der Produktmanagerin der drei ???, die schon jetzt einen Einblick in die Planung und Vorbereitungen der Tour gewährt…

Der Titel der Tour im Herbst ist „Der seltsame Wecker 2009 – LIVE AND TICKING“. Das Bühnenstück basiert auf dem „Die drei ???“ Hörspiel „Der seltsame Wecker“ (Folge 12). Für alle, die diese Folge noch nicht kennen -  wie ist die Story der Hörspielversion?
Ich glaube, das Hörspiel kennen wirklich fast alle, oder nicht?
Es geht um einen wahrlich „seltsamen“ Wecker, der den drei ??? in die Hände fällt. Aber nicht nur der Wecker ist seltsam, sondern auch die Geschichte, die sich hinter ihm verbirgt.
Justus, Peter und Bob nehmen die Rätselspur auf und wissen lange Zeit gar nicht, wonach sie eigentlich wirklich suchen. Aber sie wären nicht Die drei ???, wenn sie das nicht erst recht dazu anspornen würde, hinter das Geheimnis des „seltsamen Weckers“ zu kommen.

Gibt es Unterschiede zwischen der Story des Hörspiels und der des Bühnenprogramms?
Ja, es wird Unterschiede zwischen dem Hörspiel und der Bühnen-Fassung geben. Allein schon, weil das Hörspiel nur ca. 45 Minuten lang ist und uns das für eine „abendfüllende Veranstaltung“ ein bisschen wenig vorkam.  :-)
Außerdem ist es unerlässlich, dass ein Stück für die Bühne adaptiert (also verändert) wird. Auf der Bühne wird also eine „reloaded“-Version des „seltsamen Weckers“ zu sehen sein. Genaue Einzelheiten sollen hier aber noch nicht verraten werden, denn es soll ja spannend bleiben.

Für eine abendfüllende Version musste also ein neues Manuskript her - wer ist denn der Autor?
Das Manuskript ist von Kai Schwind verfasst worden. Er hat mit der „Ferienbande“ bereits eine Menge Erfahrungen im Bereich des Live-Hörspiels gemacht und hat einen Stil, der sowohl uns von Europa, als auch den drei Sprechern sehr gut gefällt.
Die bisherige Zusammenarbeit mit Kai hat gezeigt, dass wir hier auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen haben!

Das Manuskript ist ja nur ein kleiner Teil, der bei den Vorbereitungen der Tour angefallen ist. Wie lange haben die Vorbereitungen - von der Idee eine Tour zu machen, bis zum jetzigen Zeitpunkt -  gedauert? Und wie sahen die einzelnen Schritte aus?
Die Vorbereitungen laufen jetzt seit über einem Jahr. Die ersten konkreten „Dinge“ fanden im Sommer 2008 statt. Da haben wir uns überlegt, welches Stück wir auf die Bühne bringen wollen und haben auch die ersten Überlegungen in Richtung einer Bühnenumsetzung getroffen. Wir haben uns für eine Konzertagentur entschieden, die dann damit begonnen hat, die Tour festzulegen und die Hallen zu buchen.
Seitdem laufen die Vorbereitungen kontinuierlich. Das heißt nicht, dass jeder, der irgendetwas mit der Tour zu tun hat, sich seit über einem Jahr mit nichts anderem beschäftigt. Das geht eher phasenweise. Nachdem die Tourtermine feststanden (was Ende letzten Jahres der Fall war) gab es für die meisten erst mal eine Pause, weil wir darauf warten mussten, dass das Manuskript fertig geschrieben ist. Das Manuskript ist jetzt seit einigen Wochen fertig und seit dem geht es um die ganz konkrete Umsetzung – vor allem auch als technischer Sicht. Gleichzeitig laufen natürlich auch alle möglichen anderen Vorbereitungen, wie z. B. das Merchandise und so weiter. Die letzten 2 ½ Monate, die es jetzt noch bis zum Start der Tour sind, werden sicher noch sehr arbeitsreich und spannend werden!

Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich und Jens Wawrzceck erregen als die Sprecher der drei ??? ja zwangsläufig am meisten Aufsehen. Wer steht denn außer den dreien auf der Bühne?
Bei der Tour werden neben unseren 3 Sprechern noch 8 weitere Mitwirkende auf der Bühne stehen: Es wird einen Erzähler geben und einen Geräuschemacher, zwei Musiker und vier Schauspieler, die die Nebenrollen untereinander aufteilen werden. Vor, hinter und neben der Bühne werden dann noch einmal eine ganze Menge von Leuten mit dabei sein. Wie viele das konkret sein werden, kann ich noch gar nicht sagen, aber es ist klar, dass das mehr sein werden, als bei „Master of Chess“. Damals gab es einen Ton- und einen Lichttechniker, einen Tourleiter, einen Busfahrer und mich. Diesmal wird das schon etwas größer werden.

Da wir gerade über die Sprecher reden - wie fanden Olli, Andreas und Jens die Tour-Idee? Wie waren die ersten Reaktionen?
Oliver, Jens und Andreas fanden die Idee gut. Die Idee für die „Master of Chess“-Tour (2002/2003) war ja auch ursprünglich mit von ihnen gekommen. Also war es schon logisch, dass es irgendwann noch einmal wieder eine Tour geben würde. Es musste nur der richtige Zeitpunkt gefunden werden.

Der Vorverkauf der Tour läuft auf Hochtouren. Viele Termine sind schon lange ausverkauft und es werden Zusatztermine angeboten. Kurzum, der Ansturm ist riesig. Habt ihr damit gerechnet, dass die Tour-Idee einen solchen Anklang findet?
Wir hatten von vornherein gesagt, dass wir lieber in große Hallen gehen wollten. Uns war klar (bzw. wir hatten gehofft!), dass wir eine ziemlich große Nachfrage nach Tickets haben würden. Da gleichzeitig klar war, dass Oliver, Jens und Andreas es zeitlich nicht schaffen würden, wie bei „Master of Chess“ sechs oder sieben Wochen unterwegs zu sein, war die einzige Möglichkeit, von vornherein in die größeren Hallen zu gehen. Das war also geplant und kam nicht so überraschend. Sicher haben die großen Hallen nicht die „Intimität“, die es bei einigen „Master of Chess“-Shows gab. Aber die „Super-Papagei 2004“-Shows, die ja auch schon in der sehr großen ColorLineArena in Hamburg statt fand, hat uns gezeigt, was für ein unglaublich geiles Gefühl es sein kann, das Live-Hörspiel mit so vielen anderen gemeinsam zu erleben!

Erhöht sich angesichts der gewaltigen Zuschauerzahlen der Druck, dass alles reibungslos über die Bühne gehen soll?
Der „Druck“, dass alles reibungslos über die Bühne gehen soll, ist sowieso da. Selbst wenn man vor nur 50 oder 200 Leuten auftritt, möchte man dabei ja keinen schlechten Eindruck hinterlassen.
Der Unterschied ist vermutlich, dass jetzt – in den großen Hallen – vieles genauer und gründlicher geplant werden muss. Gerade in Bezug auf technische Dinge muss einiges vorbereitet werden und dann auch so umgesetzt werden.
Trotzdem passen wir auf, dass wir innerhalb der Show noch genug Raum für Spontaneität haben. Davon hat die letzte Tour gelebt und das soll auch jetzt so bleiben.

Bei der letzten Tour gab es doch bestimmt die eine oder andere Panne? Habt ihr Vorbereitungen getroffen, damit sich diese nicht wiederholen?
Toi toi toi… Abgesehen von einem Haufen Kleinigkeiten…
- einem gerissener Keilriemen nachts auf der Autobahn
- keine Handtücher in der Halle, weil die von der Band vom Vortag alle geklaut           worden waren
- einer nicht zu stoppenden Kirchenglocke mitten im Open Air
… gab es auf der letzten Tour zum Glück keine großen Pannen.
Daher gibt es auch keine Vorkehrungen, die jetzt getroffen werden könnten, damit das nicht wieder passiert. (OK, ich werde einen Ersatzkeilriemen und ein extra Handtuch einpacken!)

Welche persönlichen Erwartungen an die Tour? Bzw. worauf freust du dich am meisten?
Schöne Erwartungen habe ich an die Tour! Ich mag Live-Shows… mochte ich schon immer! Der direkte Kontakt mit dem Publikum, bzw. den Fans ist super. Man sieht ja sonst nie, wer die Menschen sind, die da immer so fleißig die Hörspiele kaufen. Auf einer Tour bekommt diese „anonyme Masse“ endlich mal Gesichter.
Auch das Rumreisen macht mir persönlich Spaß.
Am meisten freue ich mich aber fast auf das „Unerwartete“, das es auf so einer Tour zwangsläufig geben wird.


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