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Walsrode 2010

Teil 3: Die Flugshow




Da es nun aber schon 13:30 Uhr war und um 14:00 Uhr eine Flugshow direkt nebenan auf der Showbühne Rosenhöhe stattfinden sollte, beschlossen wir schon mal Platz zu nehmen und die halbe Stunde einfach zu warten. – Doch wir warten länger als erwartet, denn wir hatten uns vertan und die Show sollte doch erst um 14:30 Uhr beginnen. Naja… Aber gelangweilt haben wir uns auch nicht und die Pause tat auch wieder ganz gut. Wir haben uns lange unterhalten, Fotos geknipst und uns Theorien einfallen lassen, durch was das immer wieder sehr plötzliche Ein- und Ausschalten der Musik und des Wasserspiels vor uns bedingt wurde. ;-) Wir waren einheitlich dafür, dass es etwas mit der Spendenbox zu tun haben musste…

Irgendwann begann die Show dann aber doch. – Einer der ersten Vögel, den man uns vorstellte war ein kleiner Lannerfalke. Ein guter Jäger, der auch fleißig seiner Beute – ein Leckerli in einem Kunst-Hasen auf Rollen versteckt– hinterher jagte (sollte eine Rebhuhn-Jagt nachstellen).
Auch die Pelikane, die danach angewatschelt kamen, zeigten munter, dass sie besser Fliegen als Laufen können.
Doch, dass es auch Vögel gibt, die sehr wohl auch gut zu Fuß sind, bewies der nächste Kandidat: ein Sekretär namens Socke! Sekretäre sind Greifvögel und nicht ganz ungefährlich. So musste der Pfleger und Animateur des Parks auch zusehen, dass zwischen ihm und Socke immer das Pult ist. Wir mussten alle sehr lachen, als Socke den Pfleger um das Pult jagte. Und Socke war echt schnell! Eine seiner Stärken. Warum er so gefährlich ist, wollte uns der Pfleger zeigen, als er eine Stoff-Schlange auspackte. Schlangen sind die Lieblingsnahrung der Sekretäre und werden von Ihnen einfach totgetreten. Allerdings schien Socke nicht so recht zu wissen, was er mit diesem Plüsch-Ding anfangen sollte – wieder lautes Gelächter – und so machte der Pfleger es ihm dann irgendwann ungeduldiger Weise vor. Socke hat dann einfach mal mitgemacht und auch auf die Plüsch-Schlange eingetreten. ;-) *lol*
Und dann kam Nelson! Nelson war ein Gaukler; auch ein Greifvogel und ein echter Künstler der Lüfte! Seine beeindruckende und äußerst anmutige Flugakrobatik brachte Groß und Klein zum Staunen. Allerdings war er auch ein echter „Tiefflieger“, denn er flog grundsätzlich immer äußerst knapp über die Köpfe der Menge hinweg – zu sehen auf einem der wirklich gelungenen Bilder. Nicht selten zogen wir reflexartig die Köpfe ein, als er auf uns zugeschossen kam und trotzdem einige von uns noch einen Schlag mit den Flügen abbekamen oder zumindest den Luftzug spürten, wenn er haarscharf an uns vorbei rauschte. Wirklich sehr beeindruckend. Ab nächstem Jahr werde er dann unter den Bänken hindurch fliegen, versprach der Pfleger. Na, da sind wir aber gespannt!
Es folgte Sherlock – ein Truthahngeier. Truthahngeier ernähren sich in freier Natur viel von Aas und haben deshalb einen besonders guten Geruchssinn. Darum werden sie heutzutage sogar von der Polizei als Spürvögel getestet. (Kein Witz! Musste ich aber auch erst nachlesen…) Zu Demonstrationszwecken hatte der Pfleger nun ein Stück Fleisch in einer Kamelattrappe deponiert. Und Sherlock hatte überhaupt keine Probleme, sie zu finden. Gerochen, gefunden, darauf gestürzt – durch den Hintereingang versteht sich, weil‘s einfacher ist… ;-)
Als nächstes kamen die Brüder Macho und Carlos, zwei junge Andenkondore. Andenkondore sind ebenfalls Greifvögel, gehören zu den Neuweltgeiern und sind in der Natur stark vorm Aussterben bedroht. Sie gehören zu den größten flugfähigen Vögeln. Und das stellten sie auch unter Beweis, als sie vom Berg hinab segelten. Allerdings müsse Carlos noch etwas üben, da er noch recht jung sei. Macho solle es ihm beibringen, erklärte der Pfleger, als Carlos nach kurzer Strecke Richtung Voliere abbog und schwankend auf dem Rasen landete. Dennoch durfte auch er sich noch einen Leckerbissen abholen. :-) Er hat es immerhin versucht! ;-)
Zum Abschluss der Flugshow stiegen dann noch einige Kraniche und Papageien in die Lüfte. :-) War echt eine sehr unterhaltsame, beeindruckende und auch lehrreiche Show. Wir haben viel und herzhaft gelacht.
 
Doch wie wir alle aus leidiger Erfahrung wissen, ist auch die schönste Show einmal vorbei und so machten wir uns wieder auf den Weg.

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